Wenn eure Freunde euch nur dann anrufen, wenn sie etwas brauchen, solltet ihr drei einfache Schritte gehen, sagen Experten

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Mit steigendem Alter schrumpft der Freundeskreis. Das ist kein Zeichen dafür, dass wir einsamer oder langweiliger geworden sind. Ganz im Gegenteil: Wir gehen unseren eigenen Weg, entwickeln uns weiter, wechseln vielleicht die Stadt oder das Land — und während sich oberflächliche Beziehungen nach und nach ins Nichts verlaufen, bleiben die engen, wahren Freundschaften bestehen.

Und dann gibt es sie. Diese eine Person in unserem Leben, bei der uns unsere innere Stimme warnt, dass etwas nicht stimmt.

Sie hat niemanden, mit dem sie auf die Party gehen kann? Dann schreibt sie euch. Sie weiß, dass ihr Kontakte habt, die ihr im Job weiterhelfen können? Dann bittet sie euch um Hilfe. Es geht ihr schlecht? Dann macht sie bei euch Telefonterror, um sich über ihr Leben zu beschweren. Und nachdem ihr aufgelegt habt, wird euch bewusst — sie hat euch nicht ein einziges Mal gefragt, wie es euch geht.

„Grundsätzlich kann man keinen Menschen verändern oder steuern“, sagt die Konfliktmanagerin Stephanie Huber. Wenn ihr die Freundschaft trotzdem nicht aufgeben oder zumindest etwas an eurer Situation ändern wollt, gibt es konkrete Schritte, die ihr gehen könnt.

Welche Erwartungen habt ihr an die andere Person?

Bevor ihr die Person zur Rede stellt, solltet ihr euch erstmal Zeit zum Nachdenken nehmen, rät Huber. „Wenn ich das Gefühl habe, die Freunde melden sich nur bei mir, wenn sie etwas brauchen, dann habe ich offensichtlich die Erwartung, sie sollten sich öfters melden, mehr Interesse zeigen.“

Auch, wenn wir nur ungern die Schuld bei uns suchen, sollten wir uns fragen: Warum haben wir diese Erwartung? Ist sie womöglich überzogen? Trifft das Problem auf mehrere unserer Freundschaften zu?

Wenn das nicht der Fall ist, könnte es laut Huber sein, dass ihr mittlerweile einfach nicht mehr dieselben Interessen habt, wie euer Freund oder eure Freundin. Menschen ändern sich. Jobwechsel, Kinder — es gibt viele Dinge, die dazu führen können, dass man sich voneinander entfernt. Das bedeutet aber nicht, dass die Freundschaft den Versuch nicht wert ist, gerettet zu werden.

Was könnt ihr tun, um die Situation zu ändern?

Laut Jonathan Shippey, einem Therapeuten des Gottman-Institutes, besteht Selbstreflektion hingegen weniger aus der Frage „Mache ich etwas falsch“, sondern vielmehr „Gibt es etwas, das ich tun kann, um die Situation zu ändern?“.

In einem Beitrag des Psychologie-Onlineportals „Thrive Global“ empfiehlt er, von sich aus Freunde zu Aktivitäten einzuladen, die euch mehr gefallen und mehr Tiefe von eurem Freund oder eurer Freundin verlangen. Das kann zum Beispiel ein gemeinsames Abendessen sein, bei dem ihr um eine Unterhaltung gar nicht mehr herumkommt.

Das ist nicht nur ein erster Versuch, die Freundschaft in eine andere Richtung zu lenken, sondern auch eine Gelegenheit, das Problem anzusprechen.

Der richtige Einstieg in ein klärendes Gespräch

„Die Art, wie wir sprechen, hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie gut uns der andere zuhört“, schreibt Shippey. Damit euer Freund nicht gleich in die Defensive geht, sondern sich zunächst euren Standpunkt anhört, empfiehlt der Therapeut, mit folgendem Drei-Schritte-Modell einzusteigen:

1. …read more

Source:: Business Insider

      

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